HILFEN FÜR FLÜCHTLINGE, MIGRATION UND INTEGRATION


Die Fluchtbewegungen in den vergangenen Jahren verändern unsere Gesellschaft wahrnehmbar. Die Diakonie Herzogsägmühle hat sich auch dieser gesellschaftlichen Herausforderung angenommen. Wir sind seit 2016 in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Starnberg und Landsberg am Lech aktiv und bauen dort zusammen mit vielen Kooperationspartner:innen die Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration kontinuierlich auf und aus.
Dabei haben wir neben der Übernahme von Regelangeboten, wie beispielsweise die Flüchtlings- und Integrationsberatung oder die engen Kooperation mit den Angeboten der Landratsämter, in den letzten Jahren vor allem die unterschiedlichsten Integrationsprojekte initiiert. Diese Projekte werden sowohl durch Spenden, Eigenmittel als auch durch private und öffentliche (EU)-Fördermittel umgesetzt.

Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen eine immer wieder aktualisierte Übersicht der laufenden Angebote und Projekte vor und laden Sie ein, diese entweder für Ihre Anliegen zu nützen oder auch gerne persönlich oder finanziell zu unterstützen.

Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration ist eine große Gemeinschaftsaufgabe für unser Land – wir sind aktiv dabei!


TAFF: Therapeutische Angebote Für Flüchtlinge - ein neues Angebot der Diakonie Herzogsägmühle und der Diakonie Oberland

 

Zum 01.07.2021 eröffnen die Diakonie Oberland und die Diakonie Herzogsägmühle einen TAFF-Standort in den der Ammer-Lech Region für die Landkreise Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech.

Viele Flüchtlinge haben ihr Land aufgrund von Krieg, Verfolgung, Armut, Hunger, Perspektivlosigkeit und Hoffnungslosigkeit verlassen. In ihrer Heimat und auf ihrer Flucht, die zum Teil viele Monate dauert, sind sie häufig extremen Gefahren und ungeahnten körperlichen und seelischen Strapazen ausgesetzt. Viele weitere Menschen werden trotz all der Gefahren und Unwägbarkeiten ihre Heimat noch verlassen.
In Deutschland angekommen, sind sie zwar vorerst sicher vor Krieg und Verfolgung, doch die psychischen Belastungen werden bleiben: Unsichere Aufenthaltsperspektiven, lange Asylverfahren sowie Sorgen um Familienmitglieder in der Heimat und die Bilder des Erlebten bleiben. Wie so oft im Leben treten die Folgen dieser Belastungen in Form von psychiatrisch behandlungsbedürftigen Symptomen erst dann auf, wenn der Menschen zur Ruhe kommt.

Eine dringend notwendige gesundheitliche Versorgung scheitert jedoch oft an interkulturellen Barrieren, die eine konstruktive Kommunikation erschweren, aber auch an bürokratischen Hürden. Kaum vorhanden sind klientenspezifische therapeutische Angebote, die für Flüchtlinge und Migrant*innen in Not, ohne bürokratische und organisatorische Hürden erreichbar sind. Die Folgen von nicht behandelten körperlichen und seelischen Erkrankungen rauben den Menschen jedoch die Kraft, die sie für eine gelingende Integration in unsere Gesellschaft benötigen würden. Sie fühlen sich einsam, allein, hilflos. Sie resignieren, sie sind gelähmt und handlungsunfähig. 

TAFF soll diese Lücke schnell, klientenorientiert und unbürokratisch schließen.

Wir werden Sie über weitere Entwicklungen zum TAFF-Standort auf dem Laufenden halten.